"Sprache entstand, um arterhaltende soziale Bindungen herzustellen. Sie diente dazu, soziale Intelligenz zu fördern und die Überlebensmöglichkeiten der Spezies Mensch zu verbessern".
Gerda Weiler in: Der aufrechte Gang der Menschenfrau, 1994
Gerda-Weiler-Stiftung e.V. für feministische Frauenforschung

Rundbrief Nr. 02/Juli 2017
des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung e.V., 53894 Mechernich

Gudrun Nositschka, Vorsitzende, Email: gudno(at)web.de, Tel.: 02256/7286

„Das mütterlich Nährende ist auch im übertragenen Sinne eine durch nichts in der Welt zu ersetzende Qualität, deren Erleben für den Rest des Lebens prägend ist“.
Gefunden in: „Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit“ von Anne Katharina Zschocke, München 2014 im Kapitel: Muttermilch züchtet Bakterien, S. 71

Montag, den 10. Juli 2017 (noch Vollmond)

Guten Tag und Holla - Hallo,
liebe Mitfrauen, Förderinnen und Förderer sowie Sympathieträgerinnen,
ein herzliches Willkommen zum 2. Informationsbrief im Jahr 2017  

Was Sie/ihr in diesem Brief vorfinden/vorfindet:

  1. Einladung zu unserer Tagung
    „Das Patriarchat hinter sich lassen.
    Feministische / matriarchale Überlegungen - in Berlin vom 29. 9. – 1. Okt. mit Wahlversammlung.
  2. „Matriarchale Utopien …“
    Vier Forschungsarbeiten und mehr, gefördert von der Gerda- Weiler- Stiftung dank eurer/Ihrer Spenden.   
  3. Unsere Bitte um Spenden im satten Rot der Früchte des Sommers

  4. Lebensübergänge – Emotionen – Komm Schwester – Mütter, Ahninnen, Göttinnen – Reformation in Bonn - Friedliche Gesellschaften stellen sich vor –    
    Ausstellungen, Führungen, Begegnungen, Seminare in Bad Oldesloe, Bonn, Jena, Köln, Petersberg b. München und Zülpich  
  5. Mit Vernunft und Phantasie nach vorne geschaut – Zukunftsvisionen von Frauen
  6. Ehrung:
    - Weltkulturerbe Höhlen der Schwäbischen Alb mit der Frau v. Hohle Fels
    - Neues Luise-Büchner-Denkmal in Darmstadt als Dank an eine Frauenrechtlerin
    - Frauenmuseum Hittisau erhält den Österreichischen Museumspreis 2017
  7. Glückwünsche:
    25 Jahre MATHILDE - 30 Jahre Oase–Frauenbildung Bistum Trier

 

„Unsere Fähigkeit, unseren Geist zu beweglichen Schutzräumen zu machen, setzt uns in die Lage, uns von patriarchalen Schutzräumen, den verschiedenen Heimen, in denen die Domestizierten, die Kranken, die ‚Geisteskranken’, die Hilflosen hausen, unabhängig zu machen“.
Mary Daly in „Gyn/Ökologie“, 5. erw. Auflage, München 1991, S. 413/414     

 

Zu 1.
Einladung zu unserer Tagung „Das Patriarchat hinter sich lassen. Feministische / matriarchale Überlegungen - in Berlin vom 29. 9. – 1. Okt. mit Wahlversammlung.

Ort: ver.di – Bildungs- und Begegnungszentrum Clara Sahlberg, Koblanckstr. 10 am Wannsee, 14109 Berlin, Tel.:030/80 67 13-0                                                                                                         
Eintreffen: ab Freitagmittag (auf Wunsch kann schon Mittagessen bei mir bestellt werden)  
Beginn:       18 Uhr Abendbrot, dann zwei Vorträge – siehe Programm
Ende:          Sonntag, den 1. Okt. mit Mittagessen 12:30 Uhr.  
Kosten:       Unterkunft pro Person und Übern. EZ mit Frühstück 70,50€, im DZ 55,50€
                    Verpflegung: Mittag- sowie Abendessen je 15,50 incl. Kaffee/Tee, Wasser
                    Kaffee u. Kuchen am Samstagnachmittag: 5,20€ 
                    Tagungsbeitrag: 50,00€   
                    Wegen Unterkunft bei mir bitte anrufen!!!

„Wir müssen uns bewusst werden, dass wir das Patriarchat in uns tragen, durch ein System, in dem Frauen, die Natur und die Länder des Südens stets unter – und nachgeordnet werden bzw. das auf die Ausbeutung ihrer Qualitäten und Ressourcen aufbaut. Dabei hilft uns das Wissen um existierende Alternativen. (
Kailo 2015) Ohne dieses Wissen und durch die verinnerlichten Werte des Patriarchats als angeblich universelle, besteht wenig Hoffnung auf das Aufspüren neuer Wege und den tatsächlichen Ausbruch aus der patriarchalen ‚Denkgewalt’. (Ernst 1986) S. 193 in Mariam Irene Tazi-Preve: Das Versagen der Kleinfamilie – Kapitalismus, Liebe und der Staat, Verlag Budrich, 2017, S. 228,  22,90€

Programm

Freitag, den 29. September 2017 nach dem Abendessen um 18,00 Uhr

19:30 Uhr     Bericht zum Stand des Patriarchats mit Diskussion
                     Dr. Simone Wörer auf Empfehlung von Claudia v. Werlhof  
20:45 Uhr     Das Patriarchat beharrlich nach seinem Verschwinden mit Diskussion
                     Frigga Haug

Samstag, den 30. September

 ab 8:00 h    Frühstück

      9:30 h    Klärende Schritte
                    Li Shalima stellt einfache didaktische Werkzeuge vor – mit Diskussion
11:00 Uhr   „Rojawa – eine frauenzentrierte Alternative zum Patriarchat im Mittleren Osten“ 
                    Anja Flach – feministische Ethnologin – mit Diskussion

                    Zu diesen beiden Ausführungen finden am Nachmittag Wirkshops statt.

12:30 Uhr    Mittagessen

14:00 Uhr    Wirkshop 1) Li Shalima stellt im Zusammenwirken mit zwei Trainerinnen für
                    Gewaltfreie Kommunikation, Marion Zachel u. Dorothee Hansen, „Bausteine für 
                    die Hohe Kunst des Friedens vor, entwickelt aus neun authentischen Grundbe-
                    dürfnissen“ mit Übungen.
                    Wirkshop 2) Anja Flach und Annette Rath-Beckmann „Die Selbstbefreiung der
                    Frauen in Rojava: Der Weg in eine Gesellschaft mit matriarchalen Strukturen?“
                    Dabei mitwirken wollen in Kleingruppen: Ingrid Bertram (Pol. Strukturen);
                    Barbara Pade (Soziale Organisation), Annette R-B (Spirituelle Grundlagen),
                    Christina Schlatter/Ute Grempel (Ökonomische Struktur). Die Fotografin Sonja
                    Hamad stellt dazu eine ausgewählte Anzahl an Bildern ihrer Ausstellung
                   (Women, Life, Freedom) aus und gibt Erläuterungen.

16:00 Uhr    Kaffee und Kuchen

16:45 Uhr    Plenum mit Vorstellung der Ergebnisse der beiden Wirkshops

18:00 Uhr    Abendessen. Anschließend Zeit zum Tanzen (Siegrun Laurent) und mehr

Sonntag, den 1. Oktober 2017

Wahlversammlung ab 9:30 Uhr
Tagesordnung:
1a. Begrüßung und Feststellung der rechtzeitigen Einladung
1b. Wahl einer Versammlungsleiterin
1c. Wahl einer Protokollantin
1d. Bericht der Vorsitzenden
1e. Bericht der Schatzmeisterin e. Aussprache
1f. Bericht der Kassenprüfung
1g. Entlastung des Vorstands

2. Wahl des Vorstands und Ernennung von Einsammlerinnen und Auszählerinnen
Wahl der
a: Vorsitzenden;
b: Stellv. Vorsitzende
c: Schatzmeisterin
d: Wahl von bis zu fünf weiteren stell. Vorsitzenden
e: Wahl von Kassenprüferinnen  

3. Überlegungen zu 2018 – Ort der JV mit Besonderem Vortag sowie Ehrung einer Frau mit dem Marga-Mayer Gedächtnispreis

4. Sonstiges

Zu 2.
„Matriarchale Utopien…“
Vier Forschungsarbeiten und mehr, gefördert von der Gerda- Weiler- Stiftung dank eurer/Ihrer Spenden

  1. Cover Die Chemie des täglichen Lebens? Raphaela Betz Die Chemie des täglichen Lebens? Wissenschaftspopularisierung durch Frauen-chemiebücher im 19. Jahrhundert. Dipl. Arbeit von Raphaela Betz, Kliomedia, Trier 2017, 184 S., 32,00€.  „Die ‚Chemie für Frauen’ beschränkte sich also entweder auf die schulische Mädchenbildung oder wurde der Hauswirtschaftslehre sozusagen als Hilfswissenschaft unter-geordnet. Eine rein chemische Bildung der erwachsenen Frau war scheinbar nicht mehr vor-gesehen.“ S. 153/154   
     






  2. Cover Miss Perfect Anett DippnerMiss Perfect – Neue Weiblichkeitsregime und die sozialen Skripte des Glücks in China, von Anett Dippner, transcript Verlag, Bielefeld, 2016. 334 S., 39,99€
    Dass sich Frauen explizit auf ihre selbsterklärte, geschlechterspezifische Nische – ihre Weiblichkeit – zurückziehen, liegt zu einem großen Teil wohl auch an der zunehmenden Diskriminierung von Frauen in geschlechtlich assoziierten Berufszweigen, die Frauen dazu zwingt, sich neue Strategien zu erschließen“. S. 215







  3. Amazonen der Roten Armee – Sowjetische Frauen während des Zweiten Weltkrieges. Ein Feature von Antje Leetz und Charlotte Misselwitz. Ursendung im DRadio Kultur am 1. Juli 2017. Das Manuskript liegt zur Ansicht auf der Tagung in Berlin aus
  4. Cover Matriarchale Utopien, freie Liebe und Eugenik - Julia PolzinMatriarchale Utopien, freie Liebe und Eugenik. Die Mutterbewegung im Deutschen Kaiserreich und der Bund für Mutterschutz bis 1940. Diss. von Julia Polzin, Verlag D. Kovac, Hamburg 2017, 450 S., 127,80€. „Obwohl der BfM, besonders in seiner frühen Phase, von vielen Seiten angefeindet wurde, spielte er als Zweig der ersten deutschen Frauen-bewegung eine sozialpolitisch wichtige, weil katalysatorische Rolle. Durch seine prominente AnhängerInnenschaft war er schwer zu ignorieren und seine kontinuierliche gestellten provo-kanten Forderungen polarisierten und zwangen zur Auseinandersetzung…“ S. 393




     

Unsere Bitte um Spenden im satten Rot der Früchte des Sommers ☺ 
Nur dank eurer/Ihrer Spenden wird feministische/matriarchale Frauenforschung sichtbar. 
Bei Überweisungen auf das Konto des Fördervereins Gerda-Weiler-Stiftung in Deutschland benötigen Sie die IBAN (Int. Bank Account Number) der SPARKASSE ULM.
Hinweise – auch fürs Ausland - dazu unter Kontakt

 

Zu 3.
Lebensübergänge – Emotionen – Komm Schwester – Mütter, Ahninnen, Göttinnen – Reformation in Bonn - Friedliche Gesellschaften stellen sich vor –   
Ausstellungen, Führungen, Begegnungen, Seminare in Bad Oldesloe, Bonn, Jena, Köln, Petersberg b. München und Zülpich

  1. Komm Schwester, erzähl uns von Deinem Land – Frauen aus Togo erzählen aus ihrem Leben, incl. mit selbst zubereitetem traditionellen Essen am 26. Sept. um 19 Uhr im Bella Donna Haus, 23843 Bad Oldesloe, Bahnhofstr. 12. Tel.: 04531 – 891 837.

  2. Reformation in Bonn – Liebe, Kriege und Hexenverfolgung. Ausstellung vom 23. Juli bis zum 1. November 2017 im Frauenmuseum Bonn, Im Krausfeld 10, www.frauenmuseum.de , Tel.: 0228 – 69 13 44, geöffnet Di -Sa 14-18 Uhr, So 11-18 Uhr.

  3. Lebensübergänge … mit Ritualen und Kreistänzen. 1. – 3. Sept. auf dem Petersberg nahe München, mit Ziriah Voigt. Tel.: 02484 – 918581, Mail: post@ziriah.de   

  4. Emotionen – das Fühlen als Thema philosophischen Nachdenkens vom 8. -10. Sept. im Frauenbildungshaus Zülpich. Referentin: Dr . Heidemarie Bennent-Vahle. Aktionspreis incl. U+V 140€. Tel.: 02252 – 6577 von 10 – 13.30 h Mo - So), www.frauenbildungshaus-zuelpich.de, Prälat-Franken-Str. 22, 53909 Zülpich-Lövenich

  5. Mütter, Ahninnen, Göttinnen – Die Kulturen der Welt Teil 2 im Rautenstrauch-Joest – Museum, am Do. 7. Sept., 50667 Köln, Cäcilienstr. 29 – 33, geführt vom Kölner Frauengeschichtsverein, Tel.: 0221 – 24 82 65, www.frauengeschichtsverein.de Themen: Frauenmacht im Leben und nach dem Tod, Ahninnen und Göttinnen, die Macht des Menstruationsblutes, reisende Europäerinnen im 19. Jhdt., u. v. m.

  6. Friedliche Gesellschaften stellen sich vor – Wie es sich in Mutterländern lebt
    Kongress&Fest in JENA vom 18. – 20. August, Altes Rathaus & Marktplatz. Organisiert u.a. von MatriaVal e.V. und  Frauenzentrum TOWANDO. Weitere Infos bei Uschi Madeisky, Tel.: 069/95 50 70 31. Vom 25. bis 27. August auch bei MATRIACON, info@matriacon.net

Zu 4.
Mit Vernunft und Phantasie
  nach vorne geschaut - Zukunftsvisionen von Frauen
Diese und noch viel mehr zu lesen in der aktuellen MATHILDE, das nicht kommerzielle Frauenmagazin aus Darmstadt, Heft 149, Ausgabe Juli/August 2017 für nur 2,80€,
Tel.: 06151/5995741, www.mathilde-frauenzeitung.de ☺  

Zu 5.
Ehrungen:
Weltkulturerbe Höhlen der Schwäbischen Alb - Luise-Büchner-Denkmal - Frauenmuseum Hittisau 

  1. Weltkulturerbe: Die Höhlen der Schwäbischen Alb mit der Frau vom Hohle Fels
     
    Einen herzlichen Gruß an Regina Golke, die in dieser Region mit weiteren Frauen Führungen anbietetJ Tel.: 0711/7977 421, www.reginagolke.de    

  2. Denk mal an … Luise – ein neues Denkmal für Luise Büchner in Darmstadt. Mehr dazu in MATHILDE. Zur Erinnerung: Voriges Jahr erhielt Luise Pusch den Luise-Büchner-Preis ☺  s. Rundbrief 1/2017, in diesem Jahr geht der Preis an die Historikerin Barbara Beuys

  3. Frauenmuseum Hittisau erhält den Österreichischen Museumspreis 2017. Aus der Begründung: „In außerordentlicher kluger Programmierung gelingt es dem Museum in ebenso unaufgeregter wie beständiger Weise, Frauengeschichte und Frauenkultur ins Zentrum zu stellen…“ Herzliche Gratulation ☺ 

Zu 6.
Glückwünsche: 25 Jahre MATHILDE –  30 Jahre Oase–Frauenbildung Bistum Trier  

  1. MATHILDE – das nicht kommerzielle Frauenmagazin feiert am 23. Sept. im Frauen- zentrum Kyritzschule, Emilstr. 10, 64289 Darmstadt ihr 25 – jähriges Jubiläum.
    Wir wünschen euch weiterhin so viele informative Ausgaben ☺
  2. Oase – Frauenbildung im Bistum Trier wird 30 Jahre. Ideengeberin und Motor für die Spirale des Frauenseminars ist die Dozentin Edith Hellenbrand – Neumann. Wir Vorstandsfrauen gratulieren unserer Mitwirkenden ganz herzlich dazu ☺

„Werft die Scheuklappen/Geistesbandagen ab. Greift nach den Sternen!“
(Mary Daly, 1928 - 2010)

Ich wünsche euch/Ihnen eine ertragreiche Schnitterinnenzeit (Lammas Fest).  
                          

Herzliche Grüße                         Gudrun Nositschka

 

Rundbrief Juli 2017 (pdf)

 

Sommerrot Juli 2016